AKTUELL

VERANSTALTUNGEN UNSERER KOOPERATIONSPARTNER

25. März 2019 
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Eine Krise ohne Vorbild: Die Eurokrise

Die Europäer erleben Weltgeschichte: Das Schicksal der Währungsunion wird die Zukunft prägen. Vor allem die Deutschen haben viel zu verlieren. Ulrike Herrmann wird in ihrem Vortrag erläutern, wie die Schuldenkrise in Griechenland, die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank und die deutschen Exportüberschüsse zusammenhängen. Sie erklärt, welche Fehler beim Management der Eurokrise gemacht wurden - und warum es derzeit nicht so aussieht, als ob der Euro überleben würde.

Referentin:

 

Ulrike Herrmann

ist Wirtschaftskorrespondentin der tageszeitung (taz). Sie ist regelmäßiger Gast im Radio und im Fernsehen. Nach ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau hat sie Geschichte sowie Philosophie an der FU Berlin studiert. Von ihr stammen die Bücher: „Hurra, wir dürfen zahlen. Der Selbstbetrug der Mittelschicht“ (2012) und „Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen“ (2013).

 

 

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Datum: 9.4.2019


Wladyslaw Panas: „Das Auge des Zaddik – eine Reise nach Lublin“

Vorgestellt vom Übersetzer Lothar Quinkenstein

Dienstag, 9. April 2019 / 19:30 Uhr
Buchhandlung St. Johann / Kronenstr. 6 / Saarbrücken

Erinnerung an ein Zentrum jüdischen Lebens in Mitteleuropa

Der Essay „Das Auge des Zaddik“ ist ein Meisterwerk der Gedächtnisarchäologie, in dem sich das Denken von Wladyslaw Panas wie unter einem Brennglas bündelt. Satz für Satz wird der Leser durch eine atemberaubende Schule der Entzifferung geführt, bis er am Ende selbst als „Sehender“ die  Bedeutung der jüdischen Geschichte Lublins erkennt – an einem Ort, der sich jetzt als leerer Platz darbietet.

Wladyslaw Panas (1947 – 2005) war einer der bedeutendsten  polnischen Literaturwissenschaftler seiner Zeit. Seine größten Verdienste erwarb er sich mit seinen Erkundungen der jüdischen Geistesgeschichte, insbesondere in Lublin, wo der berühmte Zaddik Jakob Jizchak Horowitz – der „Seher von Lublin“ – gelebt und gewirkt hatte.

„Das Auge des Zaddik“ erschien 2018 im Röhrig Universitätsverlag, herausgegeben von Lothar Quinkenstein und Agnieszka Hudzik. Für seine Verdienste auf dem Gebiet des deutsch-polnischen Kulturaustauschs wurde Lothar Quinkenstein 2017 mit dem Jabłonowski-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar in Zusammenarbeit mit der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes e.V.

Der Eintritt ist frei.

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Datum: 10.4.2019


Lesung mit Johann-Günther König: Pünktlich wie die deutsche Bahn?

Eine kulturgeschichtliche Reise bis in die Gegenwart

Mittwoch, 10. 04. 2019 / 19.00 Uhr
Buchhandlung St. Johann / Kronenstraße 6 / Saarbrücken

Die deutsche Bahn hat heute mit den romantischen Verklärungen der Eisenbahn nichts mehr gemein. Stattdessen häufen sich die Probleme. Was muss geschehen, damit die Unzuverlässigkeit und politische Benachteiligung des Verkehrsträgers Bahn Geschichte wird? Ab 1835 entwickelte sich die Eisenbahn in Deutschland zu einem unverzichtbaren Verkehrsmittel. Sie blieb es bis zu Beginn der 1960er Jahre, als die Massenmotorisierung die »gute alte Zeit« der Eisenbahn beendete. Ihr Anteil im Personenverkehr ist seitdem auf nicht einmal ein Zehntel geschrumpft. Inzwischen konkurriert sie zudem mehr schlecht als recht mit Billigfliegern und Fernbussen und kann mangels politischer Weichenstellungen ihre System- und Umweltvorteile nicht ausspielen. Johann-Günther König erzählt die Geschichte der zunehmend krisenhaften Beziehung von Mensch, Politik und Eisenbahn. Dabei ist Kritik an der Bahn nicht erst ein heutiges Phänomen. Bereits 1836 hieß es etwa: »Der Tritt zum Wagen ist zu hoch, um auf und ab zu gehen.« Gegenwärtig sind es nicht nur Verspätungen, Zugausfälle und Betriebsstörungen aller Art, die den Ruf des Marktführers Deutsche Bahn schädigen. König zeigt die Probleme und Möglichkeiten des immer komplexeren Eisenbahngeschehens auf und fragt, wie und inwieweit überhaupt noch die Weichen für einen Neuanfang gestellt werden können.


Foto:Privat

Johann-Günther König, Jahrgang 1952, verfasst als freier Autor überwiegend Werke zu kulturhistorischen, politökonomischen und Themen rund um seine Heimatstadt Bremen. Bei zu Klampen sind von ihm »Die Autokrise« (2009) und »Das große Geschäft. Eine kleine Geschichte der menschlichen Notdurft« (2015) erschienen.

Eintritt frei.
Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar in Zusammenarbeit mit Ludwig Hofstätter